Review

Reviews 8.5

THE RUINS OF BEVERAST

Exuvia

Ausgabe: RH 361

Ván/Soulfood (67:38)
VÖ: bereits erschienenWenn man Einzelgänger Meilenwalds Musik verschroben nennt, kehrt man dabei unter den Tisch, dass der Aachener zu den innovativsten Triebfedern im Black/Death-Metal-Bereich zählt, was seine morbide Spielwiese THE RUINS OF BEVERAST mit „Exuvia“ nachdrücklich bestätigt. Im Verhältnis zum Vorgänger „Blood Vaults“ sind Klangfarben weiter gegenüber schnell greifbaren Songstrukturen in den Fokus gerückt, was jedoch nicht heißt, dass die sechs selbstverständlich überlangen Stücke der Scheibe mit für Ambient-Muzak üblicher Beliebigkeit vorbeirauschen, im Gegenteil. Die Soundgebilde folgen eindeutig nachvollziehbaren Spannungsbögen und fordern in gleichem Maß zu aufmerksamem Zuhören auf, wie man sie auch einfach auf sich wirken lassen kann. Da wabern Frauenstimmen, sehr originelle Keyboard-Teppiche sowie der bisher ausdrucksstärkste klare Gesang in der Diskografie des Projekts durch die Lauscher und fräsen sich in beharrlichster Doom-Manier ins Gehirn, wie es in jüngerer Zeit - falls überhaupt - keiner Band gelungen ist. Deshalb kommt man auch 2017 nicht an dieser Marke vorbei, wenn man mitreden möchte, was extreme wie visionäre, vor allem aber von ihrem Schöpfer tief empfundene Musik angeht.

Autor:
Andreas Schiffmann

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