Review

Reviews 6.5

THE PRETTY RECKLESS

Going To Hell

Ausgabe: RH 323

Cooking Vinyl/Indigo (45:31)

350.000 Stück hat Taylor Momsen (spielte in der TV-Serie „Gossip Girl“ die Rolle der Jenny Humphrey) mit ihrer Band THE PRETTY RECKLESS vom Debütalbum „Light Me Up“ unters Volk gebracht. Hinzu kommen über eine Million verkaufte Downloads, ca. 50 Millionen Clicks auf YouTube sowie Facebook-Freunde und Twitter-Follower im siebenstelligen Bereich.  Bisherige Nennungen im Rock Hard? Null! Im Rock-Hard-Forum? Null! Das dürfte eigentlich ausreichen, um die Relevanz des nun erscheinenden zweiten Albums „Going To Hell“ für unsere Leserschaft zu beziffern. Objektiv ist das hier natürlich alles „top-notch“. Fetter amerikanischer Breitwand-Sound, perfekt arrangierter und durchproduzierter Corporate-Zeitgeist-Rock für die Massen, vorgetragen von einer attraktiven Blondine, die zudem tatsächlich mit einer beindruckenden Stimme irgendwo zwischen Pink, Lita Ford und Mia Coldheart (Crucified Barbara) gesegnet ist. Und wenn THE PRETTY RECKLESS wie beim Uptempo-Rocker ´Sweet Things´ plötzlich in Muse-mäßige Melodie-Parallelwelten abdriften oder bei den Akustikballaden ´Burn´ und ´Waiting For A Friend´ glaubwürdige Emotionen transportieren, kann man erahnen, dass Taylor und ihre Jungs tatsächlich in der Lage wären, Nachhaltiges und Begeisterndes zu schaffen, wenn man sie von der Leine lassen und sie von dieser fast immer präsenten Einweg- und Wegwerf-Ästhetik befreien würde, die „Going To Hell“ alle Ecken und Kanten nimmt.

Autor:
Andreas Himmelstein

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