Review

Reviews 7.0

THE ORDER OF ISRAFEL

Red Robes

Ausgabe: RH 349

Napalm/Universal (57:49)
Mit ihrem originellen Debüt hatten sich THE ORDER OF ISRAFEL die Herzen des Doom-Undergrounds relativ schnell erspielt. Der leicht kauzige Gesang fiel nicht groß ins Gewicht, das Album lebte von seinen stellenweise ungewöhnlich dynamischen Kompositionen und dem besten Gitarrensound des SloMo-Universums. Letzteren demonstriert das schwedisch-australische Quartett erneut in Perfektion. Der natürliche Klang des Albums ist absolut vorbildlich. Dafür kommt die Musik etwas schwerfälliger in die Pötte. ´Staff In The Sand´ ist ein guter Standard-Doomer mit einem feinen Wah-Wah-Solo, ´The Red Robes´ schleppt sich mystisch im Zeitlupentempo durch die acht Minuten, und ´In Thrall To The Sorceress´ muss schon durch einen Uptempo-Part gerettet werden. Ein erster sanfter Hinweis darauf, dass der Ideenfundus von THE ORDER OF ISRAFEL eventuell doch begrenzt ist? Die vier Tracks der Album-Mitte ändern das Gesamtbild jedenfalls nicht mehr großartig. Bestens abgestimmte Gitarrenläufe und ein Drummer, der herrlich auf den Punkt spielt, sind eigentlich ein hervorragendes Fundament, aber die Kompositionen lassen mich mehrheitlich kalt. Die Frechheit des Debüts, die tollen Folk-Einflüsse und der unterschwellige NWOBHM-Touch scheinen beinahe verschwunden. ´Fallen Children´ ist eine feine, rein akustische Abwechslung und die flotte Raserei ´A Shadow In The Hills´ bald ein sicheres Highlight im Live-Set. Das langatmige ´The Thirst´ markiert hingegen 16 Minuten Langeweile. Im Fußball würde man sagen: Zeitschinderei. Doom-Fans werden auf ihre Kosten kommen, viel mehr ist es diesmal aber nicht.

Autor:
Holger Stratmann
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