Review

Reviews 9.0
Death Metal Hardcore

THE CROWN

Royal Destroyer

Label: Metal Blade/Sony
Dauer: 45:45
Ausgabe: RH 405

Das 2018er Album „Cobra Speed Venom“ war ein Knaller, der THE CROWN nach dem schwachen Vorgänger „Death Is Not Dead“ auf Anhieb wieder in der Szene rehabilitierte. Doch der ganz große Wurf gelingt den Schweden nun mit „Royal Destroyer“, das in einem Atemzug mit den beiden Diskografie-Highlights „Deathrace King“ und „Crowned In Terror“ genannt werden sollte. Gleich der anderthalbminütige (!), mit mächtiger Hardcore/Crust-Kante versehene Opener ´Baptized In Violence´ knallt mit derart hoher Intensität und Energie aus den Boxen, dass einem die Ohren schlackern. Die folgende Jeff-Hanneman-Hommage ´Let The Hammering Begin! pflügt den Death-Metal-Acker mit roher Gewalt um, wobei abgesehen vom Midtempo-lastigen Mittelteil nichts wirklich an Slayer erinnert. Doch THE CROWN können auch mal einen Gang runterschalten, ohne dass sie an Wucht und Wirkung verlieren. Der Abschlusssong ´Beyond The Frail´ ist eine fantastische epische Hymne, die man nicht mehr aus dem Schmalzschacht bekommt, und die „Halbballade“ ´We Drift On´ ein (gelungenes) Experiment, das man in dieser Form nie und nimmer von dem Quintett erwarten konnte. Dazwischen gibt´s wuchtiges, immer wieder mit Killer-Blasts unterlegtes Getöse (´Ultra Faust´) oder punkiges, kurzweiliges Geballer wie ´Scandinavian Satan´, doch eines haben alle Songs (bis auf ´We Drift On´) gemeinsam: Hier wird hochenergetisch (Death-)Metal mit Hardcore und peitschenden, punktgenauen Blasts vermengt, sodass unterm Strich ein hochexplosives Gemisch entsteht, das nur einen Namen verdient hat: THE CROWN.

Autor:
Patrick Schmidt
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