Review

Reviews 9.0

TESTAMENT

The Formation Of Damnation

Ausgabe: RH 252

(50:01)

Die neun Jahre seit der letzten „richtigen“ Scheibe „The Gathering“ sind an TESTAMENT nicht spurlos vorübergegangen - und das ist, um einen bekannten Politiker zu zitieren, auch gut so. Aber keine Angst, liebe Thrasher: Das bezieht sich in erster Linie auf den oberfetten, modernen Sound, für den Starproduzent Andy Sneap (u.a. Megadeth, Kreator, Masterplan, Exodus) sorgte. Ansonsten bleiben die Schuster - der von seiner Krebserkrankung genesene Front-Indianer Chuck Billy, Rhythmusklampfer Eric Peterson, Joe-Satriani-Meisterschüler Alex Skolnick an der Leadaxt, Basser Greg Christian und Schlagzeug-Söldner Paul Bostaph (Forbidden, Slayer, Exodus), der 1993 schon die TESTAMENT-Live-EP „Return To The Apocalyptic City“ eingetrommelt hat - bei ihren Leisten. Musikalisch brennen die Bay-Area-Urgesteine auf ihrem neunten Studioalbum ein kompromissloses Thrash-Feuerwerk ab, ohne sich beim Zeitgeist und dessen Brut - Metalcore, Emo und Modern-Metal - anzubiedern.

Dabei fallen vier Dinge besonders positiv ins Gewicht: das endgeile Riffgeschredder, Skolnicks fantastische Soli, ein Chuck Billy in Höchstform und last but not least zehn sehr eingängige, abwechslungsreiche Songs, von denen das mächtig old-schoolige ´Henchmen Ride´ mein derzeitiger Favorit ist.

Die Frage, ob „The Formation Of Damnation“ in einer Reihe mit TESTAMENT-Klassikern wie dem „The Legacy“-Debüt oder dem häufig unterschätzten „Low“ steht, beantworte ich im Überschwang der Gefühle lieber erst in ein paar Jahren. So viel aber schon jetzt: Ein derart geiles Comeback hätte ich den Bay-Area-Haudegen nie und nimmer zugetraut!

Autor:
Buffo Schnädelbach

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