Review

Reviews 6.5

TESTAMENT

Demonic

Ausgabe: RH 121

Ich glaub', mein Schwein pfeift! Da steht der Death Metal kurz vor der letzten Ölung, und was macht TESTAMENT-Sänger Chuck Billy? Grunzt, röchelt und brüllt wie vom Teufel besessen durch die Gegend, als wolle er dem schon länger sterbenskranken Patienten (der sich aber schon wieder auf dem Weg der Besserung befindet... - Red.) vor Freund Hein retten. Vom einstmals so charismatischen Gesang des indianischen Frontmanns der Bay Area-Thrasher sind auf dem passenderweise "Demonic" betitelten Album allenfalls noch Spurenelemente ('Together As One', 'John Doe' und 'Hatred's Rise') übriggeblieben. Schade, denn ansonsten gibt es an den elf Tracks des siebten Studioalbums der Combo nur wenig zu mäkeln, zumal die mörderischen Thrash-Riffs des Gitarrenduos Eric Peterson & Glen Alvelais (ex-Forbidden) und das geniale Drumming von Session-Schlagzeuger Gene Hoglan die Wucht einer Dampframme besitzen. Trotzdem haben die Jungs für meine Begriffe mit "Demonic" ihre musikalische Heimat aufgegeben, selbst wenn sich mein Entsetzen nach dem ersten Schock mittlerweile in Grenzen hält. Mit dieser Melange aus Death Metal-Vocals und durchaus modernen Thrash-Klängen springen die schon länger an Erfolglosigkeit leidenden TESTAMENT dem Sensenmann ganz gewiß nicht von der Schippe. Auch wenn es mir als altem Fan der Band weh tut: Im Zweifelsfall höre ich mir lieber eine lupenreine Old-School-Death Metal-Scheibe wie die neue Obituary an.

Autor:
Buffo Schnädelbach

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