Review

Reviews 6.0
Hard Rock

TESLA

Shock

Label: Tesla/Universal
Dauer: 44:12
Ausgabe: RH 383

So unfassbar großartig die ersten drei TESLA-Alben „Mechanical Resonance“ (1986), mein Liebling „The Great Radio Controversy“ (1989) und „Psychotic Supper“ (1991) auch sind: Danach kam nicht mehr viel. Das ziemlich ausgebrannt klingende „Bust A Nut“ hat man sich 1994 noch halbwegs schöngehört, „Into The Now“ (2004), „Forever More“ (2008) und „Simplicity“ (2014) dagegen schon wieder vergessen, bevor die letzten Töne verklungen waren - und „Shock“ stellt nach weiteren fünf Jahren Albumpause nun den Tiefpunkt der eigenen Geschichte dar. Nicht falsch verstehen: Ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn sich eine gesetzte(re) Band in zurückhaltenderen Regionen umschaut, wenn (vermeintliche) Altersweisheit rock´n´rolligen Furor besiegt - aber mich schaudert´s doch ein wenig, wenn man mit den Möglichkeiten TESLAs in den besseren Momenten (´Taste Like´, ´Shock´) nach aktuellen Def Leppard tönt, also der Truppe ihres Produzenten und Co-Songwriters Phil Collen, die ja nun selbst schon lange nicht mehr reüssiert, und in den schwächeren wie eine Balladen-Kapelle, die trotz des ´Love Song´ in der Vita das Gespür für Balladen verloren hat (´Forever Loving You´, ´We Can Rule The World´), um beim ´California Summer Song´ (sic!) dann noch in tiefste Kid-Rock-Untiefen abzutauchen, aus denen man in der Folge gar nicht mehr aufsteigen kann. Was „Shock“ letzten Endes vor noch bescheideneren Punkteregionen bewahrt, sind somit die immer noch einzigartigen Vocals von Jeff Keith, der tatsächlich nicht viel verlernt hat und dementsprechend zumindest für ein paar hörenswerte Momente sorgt...

Autor:
Boris Kaiser
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