Review

Reviews 8.5

TAPROOT

Welcome

Ausgabe: RH 187

(46:43)

Schon mit ihrem Debüt "Gift" hoben sich TAPROOT deutlich vom Nu Metal-Einheitsbrei ab und unterstrichen, dass das Thema Dynamik noch lange nicht ausgereizt ist, wenn man gute Songs vorweisen kann, denen dieses Stilmittel gerecht wird. Auch auf "Welcome" lenken die aggressiven Gefühlsausbrüche den Fokus auf schöne Melodien, harmonischen Gesang und eben jene guten Songideen und dienen nicht dazu, einen allgemeinen Mangel an Ideen und Konzepten zu überdecken, wie es leider bei den meisten anderen Bands dieses Genres viel zu häufig vorkommt. Mehr als einmal fühlt man sich an den kompositorischen Reifeprozess erinnert, den Incubus mit ihrem vorletzten Album "Make Yourself" dokumentierten, da die Songs eine ganze Ecke schlüssiger als in der Vergangenheit erscheinen und ungewöhnliche Ideen und Soundeffekte sehr wohldosiert zum Einsatz kommen.

Den Hang zu schrägen Rhythmen, der der Band schon zu "Gift"-Zeiten Vergleiche mit Tool bescherte, haben sich die Fünf ebenso bewahrt wie die unterm Strich positiven Botschaften ihrer Lyrics. Weil auch Andy Wallace beim Mix des aktuellen Albums noch ein paar zusätzliche Pfunde rausholen konnte, darf man "Welcome" getrost als konsequenten Fortschritt ansehen. TAPROOT liefern den Beweis ab, dass man mit harter Arbeit und guten Ideen auch in einem längst gesättigten und überschwemmten Markt Akzente setzen kann.

Autor:
Andreas Himmelstein

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