Review

Reviews 8.0

TANKARD

Vol(l)ume 14

Ausgabe: RH 284

Während sich die alten Weggefährten Sodom und Destruction mit ihren letzten Scheiben deutlich in Richtung des „normalen“ Heavy Metal bewegten, schwingen TANKARD weiterhin die Thrash-Keule. Und trotzdem ist „Vol(l)ume 14“ keine gewöhnliche TANKARD-Scheibe. Ein markanter Unterschied ist dabei zum einen die Produktion. Man hat sich vom ultra-fetten und manchmal leicht übersteuerten Gitarrensound der letzten Platten wegbewegt und ein deutlich basischeres Klangbild ausgewählt. Natürlich sägt die Gitarre immer noch kraftvoll, aber es wurden halt nicht zig Spuren übereinandergelegt. Man ist hier viel näher am Livesound und somit auch an den Produktionen der frühen Neunziger. Davon profitieren vor allem die Vocals, die deutlich im Blickpunkt stehen - und das sicherlich nicht grundlos, denn Mr. Weight Watchers liefert eine starke Performance ab, zu der ihn wohl auch Produzent Michael Mainx angespornt hat. Auch musikalisch ist die Gesamtausrichtung deutlich melodiöser geworden, was sich speziell in den Gitarrenleads ausdrückt, während die Riffs natürlich nach wie vor schön thrashig sind. Das klingt gleichermaßen ruppig wie auch erwachsen und wird allerhöchstens die Leute enttäuschen, die immer noch auf „The Morning After II“ warten. Alle anderen dürfen sich an zehn starken, durchdachten Thrash-Tracks erfreuen, die satt machen und garantiert keinen ProPoint zu viel haben.

Autor:
Frank Albrecht

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