Review

Reviews 8.0

TANKARD

One Foot In The Grave

Ausgabe: RH 361

Nuclear Blast/Warner (48:48)
Man muss seinen Hut davor ziehen, dass die TANKARD-Mitglieder ihre Band schon seit den Achtzigern neben ihren Day-Jobs betreiben und trotz der Schufterei nur wenige Qualitätsschwankungen in ihren 17 Studioalben beklagen müssen. „One Foot In The Grave“ nennt sich der aktuelle Output, der zum 35. Bandjubiläum erscheint und sich in die letzte starke Albumriege „A Girl Called Cerveza“ und „R.I.B.“ einreiht. Punkten können die Frankfurter erneut mit den starken Texten, die sich immer wieder der politischen Weltlage widmen, aber auch einige gewohnt (selbst-)ironische Themenfelder beackern. Musikalisch hat das Quartett mittlerweile ein gutes Rezept gefunden, bei dem weder Härte noch Eingängigkeit zu kurz kommen. Auf dieser Basis kann sich Front-Derwisch Gerre nach Herzenslust zwischen aggressiven und gefühlvollen Gesängen austoben und sorgt stets für Ohrwurmgarantie. Besonders gut gefallen mir der nach vorn preschende Opener ´Pay To Pray´, das straighte ´Don´t Bullshit Us!´ sowie ´Secret Order 1516´, eine Thrash-Granate im Stil der frühen TANKARD-Werke, die mit True-Metal-Querverweisen gespickt ist. Die einzige Kritik, die ich erneut in die Waagschale werfen muss: Bei den Riffs kommt - gerade für Thrash-Verhältnisse - zu viel Standardware zum Einsatz, die dem Album höhere Punkteweihen verwehrt.

Autor:
Ronny Bittner

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