Review

Reviews 5.5

SYSTEM OF A DOWN

System Of A Down

Ausgabe: RH 137

SYSTEM OF A DOWN wurden von Rick Rubin entdeckt, gesignt und produziert, das Engineering übernahm Sylvia Massey (Tool), den Mix Dave Sardy (u.a. Slayer). Die amerikanische Presse spricht bei soviel Namedropping natürlich von einem der wichtigsten Debüts des Jahres. Ich nicht. In meinen Ohren sind die vermeintlichen neuen Helden ein typischer Fall von viel Lärm um nichts. Sie spielen den derzeit angesagten L.A.-Sound der Sorte Deftones, Korn & Co, den sie mit Punk-Appeal und einigen orientalischen Elementen anreichern. Soweit okay. Aber diese Vocals! Serj Tankians exzentrisches Gejaule geht größtenteils an der Musik vorbei und scheint vor allem seinem Geltungsbedürfnis zu dienen - klingt wie Sir Hannes (Phantoms Of Future) auf noch schlechteren Drogen, hörbar sind SYSTEM OF A DOWN nur, wenn ihr Sänger als Referenz Jonathan Davis und Jello Biafra heranzieht. Doch selbst dann bleibt immer noch das Problem der plumpen Agit-Polit-Texte. Kostprobe: 'P.L.U.C.K.' steht für "Politically Lying, Unholy, Cowardly Killers". Jaja, die Welt ist böse...

Autor:
Marcus Schleutermann
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