Review

Reviews 7.5
Doom Metal

SUNN O)))

Life Metal

Label: Southern Lord/Soulfood
Dauer: 68:16
Erscheinungsdatum: 26.04.2019
Ausgabe: RH 384

Ganz klar: SUNN O))) muss man fühlen, denn die Drone-Könige laden dazu ein, sich berieseln, mitreißen und fallen zu lassen und gleichermaßen den Körper zu erschüttern wie den Geist zu fesseln - das soll mit „Life Metal“ heller und positiver als je zuvor gelingen. Und in der Tat: Die knapp 70-minütige Dröhnung, die diesmal ganz ohne die Stimme von Mayhems Attila Csihar auskommt, fällt insgesamt einen Tick weniger sick aus als seine Vorgänger „Kannon“ und „Monoliths & Dimensions“. Licht ins Dunkle bringt dagegen die lieblich-hypnotische Stimme der Filmmusik-Komponistin Hildur Guðnadóttir (Múm, Pan Sonic, Angel), die u.a. im ersten Song ´Between Sleipnir´s Breaths´ der immer noch und nicht minder düsteren, abgründigen Soundwand neue Räume und einen okkulten, schwarzmagischen Kosmos eröffnet. Das maximale Bassvolumen vibriert aber nach wie vor in Ohr und Brust, hat in ´Troubled Air´ etwas intensiv Meditatives und stellt im letzten, 26-minütigen Stück ´Novae´ noch mal alle Nerven auf die Probe: Hier tobt wieder gewohnt unheilvolles Sirren und Summen zwischen dynamischen Ambient-Entwicklungen, die allesamt analog mit Steve Albini im Electric Audio Studio aufgenommen wurden. Insgesamt haben die beiden Vorgängeralben einen stärkeren, bleibenderen Eindruck hinterlassen, jedoch bleibt „Life Metal“ gut. Let there be Drone!

Autor:
Mandy Malon
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