Review

Reviews 8.0

STRATOVARIUS

Elysium

Ausgabe: RH 285

Earmusic/Edel (56:33)

So langsam scheint sich das neue STRATOVARIUS-Line-up auch in kompositorischer Hinsicht zu finden. „Elysium“ klingt jedenfalls deutlich spannender und facettenreicher als der Vorgänger „Polaris“, auf dem die Truppe für meinen Geschmack zu sehr versuchte, alles richtig zu machen und sich möglichst keinen Zentimeter von den gängigen Song-Schemata dieser Band wegzubewegen. Auch „Elysium“ klingt hundertprozentig nach STRATOVARIUS, aber die Band agiert mit deutlich mehr Esprit und dem Mut, auch mal etwas Neues auszuprobieren. Brillant ist dabei vor allem das 18-minütige Titelstück mit seinen extrem progressiven Parts, die fast schon an Acts wie Time Requiem oder Sieges Even erinnern. Sehr gelungen sind auch das dramaturgisch fein inszenierte ´Lifetime In A Moment´, die hübsch verschachtelte Uptempo-Nummer ´Event Horizon´ oder das mit fernöstlichen Melodien aufgepeppte ´Under Flaming Skies´. Ein, zwei Nummern gehen allerdings auch nach hinten los, wie etwa der recht blasse Opener ´Darkest Hours´ oder ´The Game Never Ends´. Letztgenannter Track ist zwar mit einem knackigen Riff ausgestattet und wird von einem herausragenden Keyboard-Solo veredelt, die klebrig-süße Zuckerwatten-Gesangsmelodie passt aber null dazu.

Ansonsten ist „Elysium“ allerdings ein dickes Ausrufezeichen, und alleine die aberwitzigen Soli von Jens Johansson sind das Geld für diese Scheibe wert.

Autor:
Frank Albrecht
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