Review

Reviews 7.0

STEELWING

Lord Of The Wasteland

Ausgabe: RH 276

Es gab selten so viele talentierte Metal-Bands im Underground wie heutzutage - von den frühen Achtzigern vielleicht mal abgesehen. Dank des Internets muss man auch nicht mehr lange suchen, bis einem wahre Perlen aus den entlegensten Winkeln des Erdballs vor die Füße kullern. Die große Freude, eine „Entdeckung“ gemacht zu haben, hält sich dabei allerdings in Grenzen; schließlich hat man außer ein paar Minuten vorm Rechner kaum etwas investiert. Hinzu kommt die Tatsache, dass man stündlich Links zu neuesten „Sensationen“ gemailt bekommt, so dass man noch nicht mal mehr selbst bei MySpace und Co. suchen muss. Ist das ein Segen? Oder doch eher ein Fluch?

STEELWING aus Schweden können nichts dafür, dass die Zeiten so furchtbar schnelllebig geworden sind und dass sie sich mit Hunderten von ähnlich starken, ähnlich klingenden Konkurrenten herumschlagen müssen. Hätten sie ihr Debüt „Lord Of The Wasteland“ - wie Hammerfall - in den von True Metal nicht gerade dominierten Neunzigern veröffentlicht, hätte sie die Szene mit offenen Armen empfangen und als legitime Nachfolger von Priest und Maiden ausgerufen. Heute sieht man sich alleine in Schweden mit mehr „Mitbewerbern“ konfrontiert, als man aus dem Weg räumen kann. Eine Tour im Vorprogramm von Blind Guardian ist zwar sicher hilfreich, aber auch keine Garantie.

Wenn IHR der Band, die ihre Maiden- und Priest-Einflüsse (natürlich!) mit einem leichten Warlord-Touch verfeinert, eine Chance geben wollt, dann wisst ihr, wie ihr das ohne großen Aufwand tun könnt. Würde ich mir das Album kaufen? Ja, das würde ich. Bekomme ich Gänsehaut, wenn ich die Scheibe abspiele? Nein, ehrlich gesagt nicht.

Autor:
Götz Kühnemund
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