Review

Reviews 9.5

STEEL PROPHET

Messiah

Ausgabe: RH 153

Jaaaaaaaa! Das ging ja schneller als erwartet. Nachdem STEEL PROPHETs letztes Langeisen "Dark Hallucinations" in der Szene überraschend gut aufgenommen wurde, legen die Götter mit "Messiah" nun bereits ihr viertes Album vor. Und dieses ist erneut nicht von dieser Welt und bietet leicht progressiven Power Metal, der mal wieder als Lehrstunde für all jene Combos herhalten müßte, die diese Musik noch immer mit Tralala-Gesäusel gleichsetzen. Hier gibt's weder Kitsch noch Uniformen - und unnötiges und überzogenes Klassik-Gefiedel überläßt man lieber Combos wie Rhapsody Veneziano. Stattdessen bollern sich Kachinsky & Co. durch elf grandiose Smasher, die die gesamte Bandbreite abdecken. 'Goddess Arise' ist das 'Strange Encounter' von "Messiah", 'Earth And Sky' eine bewegende und kein bißchen kitschige (Halb-)Ballade, der Titelsong ein echter Hit, 'Vengeance Attained' beginnt als diffiziler Stampfer (ja, das gibt's!), und der Rest hält dieses Niveau mühelos. Scheint so, als stünde das nächste Jahrtausend (gähn!) ganz im Zeichen des echten Metal, der mit Bands wie eben Steel Prophet oder Jacob's Dream gerade seine Söhne auf die Schlachtfelder der Musikwelt losläßt. Gut so, denn bekanntlich ist der Krieg noch lange nicht gewonnen. Wird Zeit, daß STEEL PROPHET in dieser Hinsicht zumindest mal bei CNN Staub aufwirbeln, denn auf die etablierten Musiksender wird man wohl auch diesmal nicht setzen können. Keine Frage, Metal schreibt sich mit zwölf Buchstaben: STEEL PROPHET!

Autor:
Boris Kaiser
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