Review

Reviews

STEEL PROPHET

Genesis

Ausgabe: RH 160

Eine Veröffentlichung, die Sinn macht. Bereits seit Jahren suchen sich zu spät geborene US-Metal-Maniacs nach dem Original-Demo von STEEL PROPHET die Hacken, Ohren, Zehen und Haare ab. "Inner Ascendance" hieß das Ding, das 1989 zum legitimen Nachfolger der beiden Fates Warning-Meilensteine "The Spectre Within" und "Awaken The Guardian" avancierte. Zwar gab es mal 'ne Bootleg-CD des Tapes, aber auch die ist mittlerweile längst vergriffen. "Genesis" löst nun also dieses Problem, beendet unzählige schlaflose Nächte, Depressionen und Selbstmordversuche. Das Schönste ist aber, dass es neben dem Sechs-Track-Demo (ein Song überragender als der andere) auch noch sieben Coverversionen zu bestaunen gibt, die auf diversen Samplern zwar bereits veröffentlicht wurden, allerdings in kaum einer Sammlung stehen dürften: 'Fast As A Shark' (Accept), 'Gangland', 'Ides Of March/Purgatory' (Iron Maiden), 'Fade To Black' (Metallica), 'Dreamer Deceiver' (Judas Priest) und 'Neon Knights' (Black Sabbath) schnuppern dabei verdächtig nahe an den Qualitäten der Originale, lediglich die etwas missratene Neuinterpretation des Simple Minds-Classix 'Don't You Forget About Me' erreicht nicht die Klasse der Ur-Version. Logische Konsequenz: Diese auf 10.000 Exemplare limitierte Scheibe muss man haben!

Autor:
Boris Kaiser
AMAZON EMPFEHLUNG

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos