Review

Reviews 8.0

SPIRITUAL BEGGARS

Sunrise To Sundown

Ausgabe: RH 347

Wiederholungen sind seine Sache nicht: Während andere Musiker schon ins Schleudern kommen, wenn sie Ideen für eine Band entwickeln müssen, gelingt es Michael Amott bereits seit über zwei Jahrzehnten, für Bands wie Carcass und danach Arch Enemy fast ausnahmslos Hochklassiges zu schreiben und „nebenbei" bei den SPIRITUAL BEGGARS seine Liebe für Vintage Rock der Siebziger und Achtziger auszuleben. „Sunrise To Sundown" ist ein Leckerbissen für Leute, die Spaß an spielerisch leicht komponierten Classic-Rock-Nummern haben, die sich stets vor den Granden Deep Purple und Rainbow verbeugen, aber trotzdem genügend Eigenständigkeit besitzen, um nicht als bloße Kopie abgetan zu werden. Großartigkeiten wie ´What Doesn´t Kill You´, ´Hard Road´ (dessen Riff verdächtig an Accepts ´Restless And Wild´ erinnert) oder ´Still Hunter´ erreichen in puncto Dramatik durchaus das Niveau diverser Rainbow-Songs und lassen das schwedisch-griechische Joint-Venture auf der Liste der legitimen Rainbow-Nachfolger endgültig auf die vordersten Plätze vorrücken. Ritchie Blackmore darf sich bei den Rainbow-Comeback-Shows gerne die SPIRITUAL BEGGARS ins Vorprogramm einladen. Wäre interessant zu sehen, ob das Original seinen wohl größten Fans live gewachsen ist.

Autor:
Thomas Kupfer
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