Review

Reviews 9.0

SONATA ARCTICA

Reckoning Night

Ausgabe: RH 210

(55:28)

Seit Tagen dreht sich dieser Silberling in meinem Player im 24-Stunden-Dauerverfahren. Was für eine geile Scheibe! Die Finnen gefielen mir schon auf ihren vorherigen Veröffentlichungen, waren auf Dauer aber zu Stratovarius/Edguy-lastig, so dass zu befürchten war, dass die Truppe aus dieser Ecke nicht mehr rauskommt. Hier ist nun der Befreiungsschlag.

Zwar finden sich noch immer zwei, drei Uptempo-Kracher aus der besagten Sound-Schublade, doch „Reckoning Night“ entwickelt sehr schnell seinen eigenen Charme. ´Misplaced´, ´Ain´t Your Fairytale´ und ´Wildfire´ sind die angesprochenen Hoppel-Galoppel-Kracher der alten Schule, doch so richtig an die Eier packen diesmal die beeindruckenden Midtempo-Hymnen. Das epische ´White Pearl Black Oceans´ etwa klingt wie eine verkürzte Version von Blind Guardians ´And Then There Was Silence´: Ein geiler, dramatischer Aufbau, satte, opulente Chöre und ein saugutes Arrangement machen diesen Übertrack zum Highlight des Albums.

Des Weiteren sind der Melodic-Diamant ´The Boy Who Wanted To Be A Real Puppet´ (eingängige und leicht melancholisch angehauchte Rocknummer mit Shadow-Gallery-Trademarks) sowie das flotte Prunkstück ´Don´t Say A Word´ neben der obligatorischen Halbballade ´Shamandalie´ geschliffene Kronjuwelen, die schon bald zur Referenzlektüre für Melodic-Metal-Sympathisanten werden dürften. (Stimmt! Liest sich echt prima, die neue SONATA ARCTICA... - Red.)

Die Band klingt anno 2004 unbeschwerter, eigenständiger und innovativer denn je; sie bewerben sich lautstärker denn je um den Aufstieg in die erste Liga.

Autor:
Frank Trojan
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