Review

Reviews 8.0

SÒLSTAFIR

Masterpiece Of Bitterness

Ausgabe: RH 224

(70:16)

Nach „Í Bló_i Og Anda" (2002) haben die Isländer nun ihr zweites Langeisen eingeschifft. Der eigenwillige, unverwechselbare Sound des Quartetts sucht nach wie vor seinesgleichen. Allein der fast 20-minütige Opener ´I Myself The Visionary Head´ ist so stimmungs- und facettenreich wie eine finstere isländische Nacht. Die Band entzieht sich konsequent den Trademarks des schnelllebigen, oberflächlichen Business; sie setzt auf Mut, Eigenständigkeit und Trance. Viking Metal weit abseits von Met-Horn und Amon-Amarth-Bierseligkeit. Eher wie Sigur Rós, aber mit Eiern. (Oder wie Primordial! - Red.) Wenn jetzt die Pappnasen der Promoabteilung noch damit aufhören, die Scheibe als Debüt zu vermarkten (die Band hat es seit 1995 auf zwölf Veröffentlichungen gebracht!), es wäre ein Fest.

Woran Solefald kürzlich so schmerzlich scheiterten, ist SÓLSTAFIR umso überzeugender gelungen: ein kitschfreies Pagan-Album.

Autor:
Volkmar Weber
AMAZON EMPFEHLUNG

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos