Review

Reviews 8.5

SODOM

Tapping The Vein

Ausgabe: RH 64

Während die beiden SODOM-Longplayer "Persecution Mania" und "Agent Orange" mir seinerzeit durchaus zusagten, hatte ich mit dem letzten Werk des Trios, "Better Off Dead", doch so meine Probleme. Das Teil klang mir einfach zu sehr nach den Angelripper-Vorbildern Motörhead. Was, laut Tom und Chris, hauptsächlich an Axeman Michael Hoffmann lag, der bekanntermaßen vor einiger Zeit von Andy Brings an der Klampfe ersetzt wurde. Und dieser Brings scheint so etwas wie frischen Wind in die Band gebracht zu haben, denn so originell und eigenständig wie auf "Tapping The Vein" haben die Jungs aus dem Ruhrpott noch nie geklungen. Aber keine Angst, Sodomaniacs, die Marschroute hat die Gruppe trotzdem nicht geändert, die nun mal heißt: straighter, eingängiger Thrash, der immer voll auf die Zwölf geht. Dabei latschen die Knaben bei Songs wie dem Opener 'Body Parts', 'The Crippler', 'Back To War' oder dem Titeltrack mächtig aufs Gaspedal. Meine persönlichen Favoriten sind jedoch der Midtempokracher 'One Step (Over The Line)', das flotte 'Bullet In Your Head', das etwa neunminütige, schleppende 'Reincarnation' und das mit deutschen lyrics versehene 'Wachtturm', in dem die "Zeugen Jehovas" gerechterweise ihr Fett abbekommen. Der exzellente Knobjob von "Sodom-Hausproducer" Harris Johns vervollständigt den ohnehin schon positiven Gesamteindruck von "Tapping The Vein", dem musikalisch bislang besten Album der Band. Wofür 8,5 Points angebracht sind.

Autor:
Buffo Schnädelbach

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