Review

Reviews 8.5

SODOM

M-16

Ausgabe: RH 174

Nun also Teil drei der Wiederkehr des deutschen Thrash Metal. Nach Kreator und Destruction haben auch SODOM einen Kracher vor dem Herrn abgeliefert. Thematisch schließt man an die Antikriegs-Thematik von ?Agent Orange? (1989) an - und in musikalischer Hinsicht sollten jene Leute, denen danach kein Engelsrippchen-Album mehr so richtig gefallen wollte, reumütig zu SODOM zurückkehren.

?M-16? verbindet über weite Teile das spannende, zielsichere Songwriting von ?Agent Orange? mit der brutalen Heftigkeit des zu Unrecht als Schnellschuss kritisierten ´95er Albums ?Masquerade In Blood?. Diese Kombination gipfelt in einer knappen Handvoll regelrechter Gassenhauer (u.a. ´Napalm In The Morning´, ´Little Boy´, ´M-16´ sowie die grandiose Nummer ´Marines´) und bietet ansonsten gute Thrash-Kost. Besonders positiv: SODOM befassen sich mit den Opfern und Leichen, die den Weg amerikanischer Truppen in Vietnam pflasterten, sehr glaubwürdig, mit ernsthaftem Interesse und mit Respekt. Das heißt auch, dass auf ?M-16? kein Platz für flache Haudraufwitze der Marke ´Die stumme Ursel´ oder Phrasendreschereien wie ´Fuck The Police´ ist. Es ist kaum zu glauben: SODOM sind erwachsen geworden, sie wissen, was sich gehört - und sie sind trotzdem richtig gefährlich.

Autor:
Wolf-Rüdiger Mühlmann

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