Review

Reviews 9.0

SODOM

Better Off Dead

Ausgabe: RH 45

Die Stunde der Wahrheit hat geschlagen. Konnte man den Chart-Einstieg des letzten SODOM-Albums "Agent Orange" noch mit perfektem Timing begründen (die Platte erschien ja bekanntlich im Sommerloch und hatte von daher eine denkbar günstige Ausgangsposition), so muß sich der Ruhrpott-Dreier mit "Better Off Dead" einer ungleich größeren Konkurrenz stellen. Slayer, Megadeth, Kreator, Testament, King Diamond, Judas Priest... Sie alle haben neues Vinyl am Start und zerren am Geldbeutel der Fans. Ob es SODOM gelingen würde den Vorjahreserfolg zu wiederholen, war somit fraglich. Ich für meinen Teil habe da allerdings überhaupt keine Bedenken, denn "Better Off Dead" stellt in jeder Beziehung eine deutliche Steigerung zur letzten Platte dar. Das Songmaterial ist ungewöhnlich abwechslungsreich (vom Midtempo-Kracher bis zur Speed-Granate ist da alles vertreten), in spieltechnischer Hinsicht haben Tom und Chris hörbar an sich gearbeitet, und der neue Gitarrist Micha macht sich ebenfalls positiv bemerkbar. Außerdem klingt Toms Stimme eigenständiger denn je und schließt sämtliche Verwechslungen schon im Vorfeld aus. Unter den zehn Songs der Platte befindet sich kein einziger Ausfall - dafür aber mehrere Highlights, die hervorzuheben sind: die Midtempo-Hymne 'The Saw Is The Law', die letzte Nummer 'Capture The Flag' (interessante Schlagzeugarbeit), das Tank-Cover 'Turn Your Head Around', das mit völlig SODOM-untypischen Chören angereicherte 'Resurrection' (Lob an Produzent Harris Johns) und der inoffizielle 'Bombenhagel'/'Ausgebombt'-Nachfolger 'Stalinorgel' zum Beispiel. Klares Fazit: SODOM haben die Zweifler und Neider endgültig vor den Kopf gestoßen und ihr mit Abstand bestes Werk abgeliefert. Neun Punkte!

Autor:
Götz Kühnemund

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