Review

Reviews 8.0

SLEEPING DOGS

Ausgabe: RH 304

(Square Enix) (PC; USK 18)

„Sleeping Dogs“ ist ein gewagtes Projekt. Square Enix schicken den Spieler als Undercover-Cop in das digitale Hong Kong, um den örtlichen Triaden ordentlich den Hintern zu versohlen. Das ungewohnte fernöstliche Szenario inklusive diverser in Originalsprache gehaltener und lediglich untertitelter Sequenzen heben sich angenehm vom üblichen Games-Einheitsbrei ab, dürften aber auch den einen oder anderen Spieler von vornherein abschrecken.

Der Spieler schlüpft in die Haut von Wei Shen, der zwar in Hong Kong aufwuchs, dann aber nach Amerika auswanderte und sich dort im Zerschlagen von Gangs übte. Zu Spielbeginn kehrt der Chinese in einer Undercover-Aktion, bei der er vermeintlich verhaftet wird, in seine Heimat zurück und trifft im örtlichen Knast auf einen alten Jugendfreund, der ihm den Weg in die örtliche Unterwelt öffnet. Mit den Triaden hat Shen noch eine Rechnung offen, denn die Gangster sind für den Tod seiner Familie verantwortlich.

Im Gegensatz zu Genrekollegen wie „GTA“ oder „Saints Row“ laufen in „Sleeping Dogs“ viele Konfrontationen ganz im Stil von Kinofilmvorbildern als Faustkämpfe ab. Die Kloppereien sind in den meisten Fällen von einem niedrigen Schwierigkeitsgrad geprägt, sehen aber zumindest cool aus. Zwischen den Missionen, die die Story vorantreiben, kann sich der Spieler mit allerlei Nebenaufgaben seine Zeit vertreiben. „Sleeping Dogs“ ist vor allem aufgrund des ungewöhnlichen Szenarios einen Blick wert.

Autor:
Jens Peters

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