Review

Reviews 3.0
Alternative Modern Metal

SLEEP TOKEN

Sundowning

Label: Spinefarm/Universal
Dauer: 54:58
Erscheinungsdatum: 21.11.19
Ausgabe: RH 392

Hier probiert mal wieder jemand, sich mit dem Schleier des Mysteriösen zu umgeben, weil er musikalisch ziemlich wenig zu bieten und generell nichts Interessantes zu sagen hat: Hinter SLEEP TOKEN verbirgt sich ein gewisser Vessel, der ein bisschen Electro, viel Post-Hardcore und noch mehr zeitgenössischen Pop hört, das alles in den Mixer gibt und - weil der Trend ungebrochen anhält - einen kräftigen Schuss geisteskrankes Pathos hineinspritzt. Das Ergebnis schwankt auf wackligen Beinen zwischen leichtgewichtigen Slipknot und Hochglanz-Emo. „Sundowning“ nervt mit bemühter Melodramatik, hohlen Metal-Gesten (verzerrte Riffs, Gebrüll) und produktionstechnischen Kniffen (Stimmeffekte, zigmal im Radio gehörte Keyboard-Sounds), deren Allgegenwart jeden Ansatz von Songwriting im Keim ersticken. Die Chose klingt teuer und wirkt billig, heuchelt Dringlichkeit und bleibt peinlich nichtssagend.

Autor:
Andreas Schiffmann
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