Review

Reviews 8.5
Death Metal

SLAUGHTERDAY

Ancient Death Triumph

Label: FDA/Soulfood
Dauer: 40:51
Erscheinungsdatum: 27.11.20
Ausgabe: RH 402

Zwei fortgeschritten bärtige Ostfriesen arbeiten von Album zu EP zu Album geschickter daran, es aufs klassische Death-Metal-Songwriting runterzuschälen. Der Bandname ist eine Autopsy-Reminiszenz, und auch auf Langspieler drei wird gern am Rande der Brachial-Rülpsigkeit Vomitorys oder Massacres operiert (mit Ersteren teilt man den ruppigen Groove), es geht aber weniger um die Durchschlagskraft der gekonnten Simplifizierung. Wie gehabt wird auch ins Skandinavische vorgedrungen, da sind die feinen „Leprosy“-Riff-Zitate und tolle Soli, und der tragisch-feierliche Doom-Auftakt hat etwas Nobles. Deicherschütternd (höhö) fett im Soundforge-Studio produziert, begräbt man etliche Mitbewerber - grandiose Grund-Sounds liefern viele, aber die Songwriting-Meister treten sich heuer nicht gegenseitig auf die Füße - unter meterdickem Schlick, denn SLAUGHTERDAY verfügen über das nötige kompositorische Geschick (ein Reim!). Nur die sentimentale Gurgel-Halbballade ´Thumb Hang´ ist irgendwie scheiße-schön.

Autor:
Gregor Olm
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