Review

Reviews 9.0
Rotzrock

SLASH FEAT. MYLES KENNEDY & THE CONSPIRATORS

4

Label: BMG/Warner
Dauer: 43:39
Erscheinungsdatum: 11.02.22
Ausgabe: RH 416

Was vor über einem Jahrzehnt mit einem bunt zusammengewürfelten Haufen begann, der auszog, um Slashs erstes Soloalbum live zu präsentieren (mehr dazu in unserer Titelgeschichte), hat sich im Laufe der Zeit zu einer waschechten Band gemausert. Gelohnt hat sich´s auch trotz der mannigfaltigen Nebenspielwiesen der Bandmitglieder - Myles Kennedy singt bei Alter Bridge, Bassist Todd Kerns ist seit einiger Zeit wieder mit The Age Of Electric unterwegs, und Slash hat mit der GN´R-Reunion selbst auch eine Kleinigkeit vor der Brust - allemal, denn SLASH FEATURING MYLES KENNEDY AND THE CONSPIRATORS haben einige der besten traditionellen Rock´n´Roll-Alben der 2010er auf dem Kerbholz. Der nächste Streich heißt schlichtweg „4“ und bietet exakt das, was man von einer SMKC-Platte erwartet: lupenreinen, angenehm basischen Hardrock mit fantastischen Gitarrenmelodien und einem Gesang, der nicht von dieser Welt ist, perfekt in Szene gesetzt von der warmen, erdigen und schlichtweg „echt“ klingenden Produktion aus dem Hause Dave Cobb. Man darf hoffen, dass die Kollaboration mit Herrn Cobb keine Eintagsfliege war; klangen Slash-Alben schon immer mehr als ordentlich, ist „4“ in Sachen Sound noch mal eine ganz andere Liga - was auch daran liegen mag, dass die Band nicht nur komplett live, sondern auch auf Tape aufgenommen wurde. Und da in Sachen Songs ebenfalls alles passt, wird „4“ am Ende des Jahres sicherlich in nicht gerade wenigen Leser- und Redaktions-Polls auftauchen...

Autor:
Jens Peters

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