Review

Reviews 8.0

SINISTRO

Sangue Cássia

Label: Season Of Mist/Soulfood
Dauer: 57:58
Erscheinungsdatum: 05.01.2018
Ausgabe: RH 368

„Sehr gutes Album, by the way“, schreibt mir Boris noch in seiner Mail zu „Sangue Cássia“. Ja, eh. Das Ärgerliche ist nur, dass diese Platte noch besser hätte sein können, denn lediglich bei zwei dieser acht Songs deuten SINISTRO an, dass sie das Potenzial für einen ganz großen Wurf hätten: ´Gardénia´ und vor allem ´Vento Sul´. Bis auf das Maximum reduziert, schleichen sich diese Songs in einer wahrhaft sinistren Bedrohlichkeit heran und strahlen gleichzeitig eine Intimität aus, die schwarz-weiße Bilder dunkler Erotik vor dem geistigen Auge aufflackern lässt. Ganz ehrlich: Auf diese Songs wäre nicht nur Nick Cave stolz gewesen. Dagegen kommt der etwas „härter“ rockende Rest des Albums nicht ganz an, wobei die Mischung aus Postrock, Post-Doom, Fado-Atmosphäre und der samtig klagenden Stimme von Patricia Andrade zu jedem Zeitpunkt originär und einzigartig ist. Obacht: Diese PortugiesInnen muss man im Auge behalten!

Autor:
Wolfgang Liu Kuhn
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