Review

Reviews 7.0

SHAMAN´S HARVEST

Smokin´ Hearts & Broken Guns

Ausgabe: RH 329

Mascot/Rough Trade (49:13)
Diese Landeier aus Missouri sind in Europa noch ein unbeschriebenes Blatt, in den USA dagegen ein Geheimtipp mit 2,3 Millionen YouTube-Clicks für ihre Single ´Dragonfly´, die auf ihrem Europa-Debüt in einer Akustikversion vertreten ist. Davor dominiert zunächst auf hart getrimmter US-Rock, dessen Refrain-Melodien à la Disturbed, Staind und Alter Bridge etwas ermüdend wirken. Wenn sich die Band in der Albummitte hingegen auf ihre Midwest-Wurzeln besinnt und Blues, Country und Southern-Rock-Einflüsse zulässt, geht plötzlich das Scheunentor auf, und eine frische Brise pfeift dem Hörer um die Nase. Dabei klingen SHAMAN´S HARVEST teilweise origineller, vielschichtiger und bissiger als ihre Genre-Kollegen Black Stone Cherry, deren letzte Alben nicht mehr richtig überzeugt haben. Das Quartett (ganz besonders Sänger Nathan Drake) ist ganz sicher hochtalentiert, steht aber mit einem Bein im US-Mainstream. Wer sich daran nicht stört, kann mal ein Ohr riskieren.

Autor:
Holger Stratmann

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