Review

Reviews 8.0
Progressive Speed Metal

SEPULTURA

Quadra

Label: Nuclear Blast/Warner
Dauer: 52:03
Erscheinungsdatum: 07.02.20
Ausgabe: RH 393

Man muss den Hut vor SEPULTURAs Mut zur musikalischen Weiterentwicklung ziehen: Die von einigen Fans geforderte Rückbesinnung auf die Thrash-Vergangenheit findet auf „Quadra“ nur in Teilen statt, am eindrucksvollsten aber schon beim eröffnenden Brecher ´Isolation´, auf dem Wunder-Drummer Eloy Casagrande mit seinem abwechslungsreichen Spiel glänzt. Neben Groove- und Tribal-Elementen bringt die Band auf „Quadra“ auch ihre neugewonnene Liebe für progressive Strukturen sowie Orchester- und Chor-Arrangements an den Start. Produzent Jens Bogren gelingt es weitestgehend, die verschiedenen Elemente in geordnete Bahnen zu lenken. Somit entpuppt sich „Quadra“ bei den ersten Hördurchläufen als eine spannende, vor Energie und Ideenreichtum strotzende musikalische Reise in vier Akten, bei der nur ein Experiment gescheitert ist (das abschließende ´Fear; Pain; Chaos; Suffering´ mit Frauengesang will einfach nicht funktionieren). Allerdings offenbart intensiveres Hören des Albums, dass SEPULTURA seit dem Abgang von Max Cavalera immer noch Probleme damit haben, schlüssige Songs mit prägenden Hooklines und eingängigen Refrains abzuliefern. In der Summe gefällt mir „Quadra“ besser als „Machine Messiah“, welches einige Nullnummern in der Tracklist, mit dem Hit ´Phantom Self´ aber auch Hoffnung auf knackigeres Songwriting geschürt hatte.

Autor:
Ronny Bittner
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