Review

Reviews 8.0

SEPULTURA

Kairos

Ausgabe: RH 290

Nuclear Blast/Warner (53:20)

Vielleicht hat es wirklich die Dienste von Produzent Roy Z (Judas Priest, Halford, Iron Maiden) gebraucht, um SEPULTURAs Stärken zu bündeln und die Band nach dem zerfahren wirkenden „A-Lex“-Album wieder in die Spur zu bringen, Fakt ist jedenfalls, dass „Kairos“ nicht nur erstklassig produziert wurde, sondern die unterschwellige Aggressivität der Band, die neben der Experimentierfreudigkeit stets als Trademark des brasilianisch-amerikanischen Joint Ventures galt, besser als bei den letzten Scheiben zum Tragen kommt. Fiese Riffs, der brutale, aber stets kontrollierte Gesang von Fronthüne Derrick Greene und eine abwechslungsreiche Rhythmusarbeit machen unmissverständlich klar, dass der bereits angezählte Patient SEPULTURA auf dem Weg zu alter Stärke ist. Für die Qualität von „Kairos“ spricht auch, dass die gelungene Neuinterpretation der Ministry-Kamelle ´Just One Fix´, in die man zum Ende hin das Riff von Slayers ´South Of Heaven´ einfließen lässt, eben nicht der Höhepunkt des Albums ist, sondern sich diesen Titel mit vier, fünf ebenso starken Tracks aus eigener Feder teilen muss. „Kairos“ ist ein kompaktes, qualitativ überdurchschnittliches Thrash-Metal-Album und - was wesentlich wichtiger ist - für den Vierer ein Schritt in die richtige Richtung. Soll heißen: hin zu alter Klasse.

Autor:
Thomas Kupfer

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