Review

Reviews 8.5
Gothic Metal

SECRETS OF THE MOON

Black House

Label: Lupus Lounge/Soulfood
Dauer: 53:13
Ausgabe: RH 396

Aus dem oft unterschätzten Osnabrücker Raum kommen sehr viele talentierte Menschen, man frage den Autor dieser Zeilen. Dazu zählen auch die bereits seit einigen Alben korrekt als Ex-Black-Metaller zu bezeichnenden SECRETS OF THE MOON um ihren Chefkopf Phil Jonas. Mehr noch als auf dem exzellenten Vorgänger „Sun“ breitet die Band auf ihrem siebten Album die schwarzen Schwingen der Achtziger und frühen Neunziger aus und treibt ihren ganz eigenen Retro-Trend mit Entschiedenheit weiter, der irgendwo zwischen doomigem Post-Punk, Gitarren-Goth, Black-Metal-Ambience und grungigem Schmutz liegt, ohne dabei je in Klonfallen zu tapsen oder gar gestrig zu klingen. Man blackrockt mit existentialistischer Passion und angenehm kontrolliertem Pathos, aber auch mit Gefühl für Pop-Miniaturen. Beispiel: ´Mute God´, eine düster kreiselnde Meditation, die sich in einem präorgiastischen Chörchen auflöst, das von einem schwarzseligen Arcade-Fire-Bastard stammen könnte - grandios!

Es war ja nicht anders zu erwarten: vermutlich eines der besten Alben, die wir dieses Jahr aus Deutschland zu hören bekommen werden. Mit Feuer im Herzen, mit Strenge im Gesicht.

Autor:
Thorsten Dörting
AMAZON EMPFEHLUNG

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos