Review

Reviews 7.5
Folk Metal

SCHANDMAUL

Artus

Label: Vertigo/Universal
Dauer: 50:44
Ausgabe: RH 384

Es scheint, als hätten sich die Mitglieder von SCHANDMAUL die Kritik von Kollege Tobias Blum zum letzten Nummer-eins-Album „Leuchtfeuer“ zu Herzen genommen. Ein wenig zu vorhersehbar, seicht und poppig klang ihm der Sound, mit zu wenig Düsternis und Härte der frühen Tage. Nun, wie vor knapp 20 Jahren klingt das Sextett zwar nicht auf seiner neuesten Veröffentlichung „Artus“, flirtet aber durchaus mit einer dezenten Back-to-the-roots-Marschrichtung. So schachert ´Die Oboe´ mit kernigen Heavy-Riffs um Aufmerksamkeit, die einen guten Gegenpol zu den ausgebremsten Passagen des Songs bilden, und das inhaltlich an den Albumtitel angelehnte Trio ´Die Tafelrunde´, ´Der Gral´ und ´Die Insel Ynys Yr Afallon´ lädt zu einer melancholisch angehauchten Reise ein. Dennoch dürfen auch die altbekannten Gute-Laune-Rocker mit leichtem Pop-Flair nicht fehlen. Nach dem entspannten Eröffnungsohrwurm ´Der Meisterdieb´ prescht ´Der Totengräber´ mit fidelen Polka-Klängen nach vorne, während ´Vagabunden´ mit treibendem Mittelalter-Rock punktet und ´Der Froschkönig´ mit munterer Eingängigkeit im Kopf bleibt. „Artus“ wird ein Erfolg, das ist ziemlich sicher - und diesmal wieder mit ein wenig mehr Charme früherer SCHANDMAUL-Tage.

Autor:
Conny Schiffbauer
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