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SATAN

Court In The Act

Keine Ahnung, welcher Esel die Band aus dem nordenglischen Newcastle seinerzeit geritten hat, sich nach dem zwiefach Gehörnten zu benennen. Fakt ist, dass der ersten Combo der beiden Skyclad-Mucker Steve Ramsey (g.) und Graeme „Bean“ English (b.) der Name des Leibhaftigen kein Glück brachte, zumal das Quintett weder textlich noch musikalisch mit satanischen Inhalten kokettierte. Vielmehr widmete sich die von Brian Ross (v.), Russ Tippins (g.) und Sean Taylor (dr.) komplettierte Kapelle auf ihrem „Court In The Act“-Debüt klassischen NWOBHM-Klängen, die trotz diverser Querverweise auf Maiden, Priest und Sabbath wohltuend originell und erfrischend durch die Boxen brezelten. Dafür garantierte das Klampfenduo mit einer Vielzahl komplexer Riffs, Licks und Soli und Mr. Ross´ eigentümlicher Gesang.

Geschmälert wurde der hohe Kultfaktor von einer blechernen, allenfalls Demo-Ansprüchen gerecht werdenden Produktion, während man sich in puncto Songwriting mit rassigen Speed-Hymnen wie ´Trial By Fire´, ´Break Free´, ´No Turning Back´ oder dem mitreißenden Instrumental ´The Ritual´ konstant auf sehr hohem Niveau bewegte. Mit neuem Sänger (übrigens ein Namensvetter von Michael „I love you“ Jackson) brachte es die Kapelle zwar in der Folgezeit noch auf fünf Scheiben, doch aufgrund mehrerer Namenswechsel - nach einer kurzen Phase als Blind Fury firmierte man wieder unter SATAN, bevor die letzten beiden Platten das Bandlogo Pariah trugen - und einiger weiterer Probleme schlossen Ramsey und English 1990 die Akte SATAN, um kurz darauf mit Ex-Sabbat-Schreihals Martin Walkyier die eingangs erwähnten Skyclad zu gründen. Der Rest ist Geschichte...

Autor:
Buffo Schnädelbach
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