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SANCTUARY

Into The Mirror Black

Es gab ein Leben vor Nevermore - und das hieß SANCTUARY. Mit dieser Combo nahmen Frontmann Warrel Dane und Basser Jim Sheppard Ende der Achtziger zwei formidable Langeisen auf, von denen vor allem das zweite, „Into The Mirror Black“, noch heute für feuchte Augen und mehr bei der internationalen Banger-Gemeinschaft sorgt.

Die heutigen Trademarks - kristallklarer, aber unglaublich kraftvoller Gesang, klischeelose Power-Granaten mit leichtem Prog-Appeal, intelligente Lyrics - waren bereits damals vorhanden und veredelten Hämmer wie ´Future Tense´, ´Taste Revenge´, ´Seasons Of Destruction´ oder ´Communion´ (mittlerweile leider vergessener Höhepunkt der Platte) aufs Edelste. Das dachte sich wohl auch der Branchenriese Epic/CBS (heute Sony), der die Band unter Vertrag genommen hatte, sie nach einem - zumindest in den Augen des Labels - unzufrieden stellenden Erfolg aber wieder fallen ließ wie ´nen glühend heißen Erdapfel. Noch heute zieht Mr. Dane eine seiner berühmt-berüchtigten Grimassen, wenn die Rede von seiner ehemaligen Plattenfirma ist.

Wie dem auch sei: Uns ist´s wurscht, denn „Into The Mirror Black“ rechtfertigt nach wie vor die Höchstnote, ist Power Metal in absoluter Vollendung und knarzt dank der formidablen Howard Benson-Produktion noch so frisch aus den Boxen wie am ersten Tag. Die Nackenwirbel wirbeln auf jeden Fall auch im Jahre 2001 noch wie ein Wirbelwind und kriegen keine Pause. Göttlicher geht´s gar nicht mehr...

Autor:
Boris Kaiser
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