Review

Reviews 8.0

SALIVA

Survival Of The Sickest

Ausgabe: RH 209

(51:10)

Nachdem die Amis schon auf ihrem zweiten Album "Back Into Your System" nahezu alle HipHop-Parts über Bord geworfen hatten, trennen sie sich auf "Survival Of The Sickest" nun auch noch fast komplett von jeglichen (mittlerweile eh nicht mehr) trendigen Nu-Metal-Einflüssen und beschränken sich überwiegend auf simples Rocken. Auch wenn die Klampfen zum Teil noch im Keller bleiben, sind die beiden Gitarristen in der Regel weit davon entfernt, sich auf stumpfes Ein-bis-zwei-Akkorde-Rhythmusgestampfe zu beschränken. Vielmehr wird hier kräftig in der klassischen Hard- und Sleazerock-Riffschule gewühlt, was dem ganzen einen zeitlosen Anstrich verpasst. Auch die vom Kollegen Albrecht in seinen letzten beiden Reviews ausgemachten Parallelen zu Faith No More sucht man auf dem neuen Longplayer fast ebenso vergebens wie irgendwelche anderen aufdringlichen Reminiszenzen an den übrigen Alternative-Rock der 90er Jahre, mit denen SALIVA bisher ihren Sound vollendeten.

Logischerweise sollten also alle SALIVA-Fans "Survival Of The Sickest" erst mal gründlich checken, denn ansonsten könnte es eine unangenehme Überraschung geben. Alle anderen, die auf zeitlosen amerikanischen Rock stehen und keine Berührungsängste vor sehr dünn gesäten Zugeständnissen an die Neuzeit haben (´F*** All Y´all´ u. ´No Hard Feelings´), sollten sich diesen Longplayer unbedingt mal zu Gemüte führen.

Autor:
Andreas Himmelstein
AMAZON EMPFEHLUNG

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos