Review

Reviews 8.0

SALIVA

Blood Stained Love Story

Ausgabe: RH 240

Island/Universal (40:03)

In den USA werden ihre Scheiben mit schöner Regelmäßigkeit vergoldet, in Deutschland sind sie immer noch ein absoluter Insidertipp: Die Erfolgs-Diskrepanz zwischen neuer und alter Welt könnte für SALIVA nicht größer sein. Woran das liegt? Hier zu Lande trauen sich Mainstream-Radiostationen halt nicht, unbekannte Bands ins Tagesprogramm aufzunehmen, egal, wie viel Hitappeal die Songs auch haben mögen. Von MTV wollen wir gar nicht erst reden. Und ohne Airplay werden SALIVA weiterhin ein Mauerblümchendasein in Europa führen, obwohl auch das vierte Album „Blood Stained Love Story" wieder mit Ohrwürmern vollgestopft ist, die zugegebenermaßen manchmal nur ganz knapp an der Grenze zum Kitsch vorbeischrammen - wie etwa bei ´Twister´, dessen Refrain arg an Poison erinnert.

Aber: Mit Poser-Metal haben SALIVA an sich nix am Hut. Was sie spielen, ist einfach guter, moderner Hardrock mit feinen Hooks, der Freunden von 3 Doors Down genauso gut gefallen dürfte wie Anhängern von Velvet Revolver oder der Foo-Fighters-Community.

Autor:
Frank Albrecht
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