Review

Reviews 8.0

RUNNING WILD

Branded And Exiled

Ausgabe: RH 14

Selten ist es so schwer gewesen, eine Plattenkritik zu schreiben. Sicher, die Scheibe ist schon längst ein Verkaufsrenner gewesen, bevor diese Kritik geschrieben wurde, d.h. jeder von euch dürfte das Ding haben, und es steht quasi fest, dass "Branded And Exiled" eines der bestverkauften Vinyls dieses Jahres aus Deutschland wird. Eigentlich ist ja alles klar, das Problem ist nur, dass ich keinen Bock habe, die neue RUNNING WILD aufzulegen, und das muß ja irgendwelche Gründe haben, oder? Jedes Stück für sich gesehen ist prima gelungen (von dem blöden und primitiven 'Evil Spirit' mal abgesehen - diese Nummer spielt euch jede Schülerband mit links nach!), der Sound ist okay, auch an Stimme, Soli, Rhythmusarbeit, Cover etc. gibt es nichts auszusetzen - was also dann? Ganz einfach: Das Wort "Abwechslung" wird bei RUNNING WILD ganz klein geschrieben! Fast jede Nummer ist gleich aufgebaut, das Tempo innerhalb eines Songs wird kaum gewechselt, vor allem gegenüber der ersten LP ist echt keine Entwicklung zu erkennen! Eigentlich schade, denn in Bezug auf neue Ideen hätte ich der Gruppe mehr zugetraut. Titel wie 'Branded And Exiled', 'Gods Of Iron', 'Fight The Oppression' und die Hymnen 'Mordor' bzw. 'Chains And Leather' werden keinen enttäuschen und rechtfertigen eine dicke 8 auf jeden Fall. Auf "Gates Of Purgatory" (bekam eine 9 von uns) war nur vieles besser gemacht, und daran muss sich die neue Platte nun einmal messen. Die nächste LP wird Aufschluß darüber geben, wie es mit der "musikalischen Potenz" dieser Gruppe ausschaut. Wir werden sehen!

Autor:
Holger Stratmann

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