Review

Reviews 8.0

ROYAL SOUTHERN BROTHERHOOD

Don´t Look Back

Ausgabe: RH 340

Ruf Records (64:88)
VÖ: bereits erschienen

Man sollte meinen, die Zukunftsaussichten einer Band, die den plötzlichen (aber freundschaftlichen) Weggang ihrer kompletten Gitarrenfraktion zu verkraften hat, scheinen keinesfalls rosig zu sein. Nicht so bei RSB, die eine simple, aber sehr effektive Lösung für dieses Problem gefunden haben: Gehen zwei prominente und hochklassige Musiker wie Devon Allman und Mike Zito von Bord, verpflichtet man eben zwei ebenso qualifizierte und bekannte Akteure. Und so lassen nun Bart Walker (einer der besten Gitarreros in der amerikanischen Blues- und Swamprock-Szene) und Tyrone Vaughan (Sohn des grossartigen Jimmy Vaughan und Neffe des legendären Stevie Ray Vaughan) die sechs Saiten qualmen, dass es eine wahre Freude ist. Der Besetzungswechsel wirkt sich auch direkt auf das Songmaterial aus, das gerade im Vergleich zur letzten Scheibe wesentlich zielstrebiger und kompakter um die Ecke kommt. Alleine der schmissige Eröffnungsrocker ´I Wanna Be Free´ und das mit viel Gute Laune-Feeling versehene ´Reach My Goal´ zeigen auf beeindruckende Art und Weise, dass die Allstar-Band um Mastermind Cyril Neville (voc./perc.) keineswegs am Ende, sondern im Gegenteil eher am Anfang ihrer Erfolgsgeschichte stehen.  
Wer gute Rockmusik schätzt, aber auch vor Soul- und Cajun-Ausflügen nicht zurückschreckt, sollte diesen Silberling unbedingt auf seinem Einkaufszettel notieren.

Autor:
Stefan Geide
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