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ROSE TATTOO

Rock´n´Roll Outlaw

Bekannt wurden die „dreckigeren AC/DC“ aus Australien hierzulande vor allem durch Helen Schneiders Single-Hit ´Rock´n´Roll Gypsy´, einer deutlich entschärften Coverversion der ROSE TATTOO-Hymne ´Rock´n´Roll Outlaw´, die das gleichnamige Album (ursprünglich in Australien unter dem Titel „Rose Tattoo“ 1978 veröffentlicht) einleitete. Und weil ich damals unsterblich in Helen Schneider verliebt und außerdem eingeschworener AC/DC-Fan war, besorgte ich mir natürlich auch das Original. Die raue, dreckige Version von ´Rock´n´Roll Outlaw´, die mir da entgegen tönte, zog mich ebenso schnell in ihren Bann wie die markerschütternde Reibeisenstimme von Angry Anderson, der wenige Wochen zuvor als möglicher Bon Scott-Nachfolger bei AC/DC im Gespräch gewesen war. Aber auch ´Nice Boys (Don´t Play Rock´n´Roll)´, ´The Butcher And Fast Eddy´, ´Remedy´, ´Bad Boy For Love´ oder ´One Of The Boys´ waren AC/DC-kompatible Ohrwürmer, die nicht nur mich sofort überzeugten.

Dass ROSE TATTOO trotzdem bis heute eine (wenn auch weltweit bekannte) Kult-Band ohne Platin-Auszeichnungen geblieben sind, liegt wohl einerseits an der Tatsache, dass sie schlicht zu „asozial“ für den durchschnittlichen AC/DC-Fan waren, und andererseits an Pete Wells´ Slide-Gitarre, die zwar originell klang, aber nicht jedermanns Sache war. Rock-Geschichte geschrieben haben die liebenswerten Proleten trotzdem - und zwar nicht zu knapp!

Autor:
Götz Kühnemund
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