Review

Reviews 9.5

ROSE TATTOO

Pain

Ausgabe: RH 181

Nun ist´s also amtlich: Die australische Rock´n´Roll-Legende ROSE TATTOO hat sich an ein Comeback-Album herangewagt und das unmöglich Scheinende wahr gemacht: Die Scheibe ist entgegen allen Befürchtungen keine Enttäuschung, sondern ein echter Hammer, der sich nicht neben Meilensteinen wie „Assault & Battery“ oder „Scarred For Life“ verstecken muss. Hier präsentiert sich keine Frührentner-Combo, sondern eine Band, die immer noch Biss hat. Wer das anzweifelt, sollte sich mal schleunigst Uptempo-Rocker wie ´Someone To Fuck´, ´17 Stitches´ oder ´Black Magic´ anhören, die locker das Energielevel von Klassikern wie ´Astra Wally´ oder ´Magnum Maid´ halten.

Sie können´s aber auch noch auf die relaxte Art und Weise: ´House Of Pain´ oder ´Hard Rockin´ Man´ sind die Pendants zu Standards wie ´Rock´n´Roll Is King´ oder ´Juice On The Loose´, wie sich auch ansonsten stilistisch im Lager der Tatts nicht sonderlich viel geändert hat. Nach wie vor prägt Pete Wells mit seiner Slide-Guitar den Sound der Band entscheidend, und noch immer wirkt die Mucke ehrlich, schmutzig und straight.

Einziger Unterschied zu früheren Tagen ist der etwas gedrosselte Gesang von Angry Anderson, der nicht mehr ganz so ekstatisch kreischt wie auf den ersten drei Platten. Was vermutlich daran liegt, dass er gar nicht mehr in der Lage ist, derartige Tonlagen zu erreichen (und es demzufolge dankenswerterweise gar nicht erst versucht), und dass er möglicherweise gar nicht mehr so „angry“ ist wie in den Achtzigern. Würde man ihm in seinem gesetzten Alter wohl auch gar nicht mehr abnehmen...

Autor:
Frank Albrecht
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