Review

Reviews 9.0

RIOT

Inishmore

Ausgabe: RH 129

RIOT geben einfach nicht auf. Die seit über 20 Jahren bestehende Melodic Metal-Institution veröffentlicht mit 'Inishmore' ihr zehntes Studioalbum und macht damit nach den letzten beiden Scheiben 'Night Breaker' und 'The Brethren Of The Long House' noch mal einen Sprung nach vorne. Jedenfalls wird man das so sehen, wenn man auf Sounds der Kategorie Rainbow zu 'Straight Between The Eyes'-Zeiten mit starkem Hang zum True Metal steht. Obwohl RIOT ihre Klassiker 'Fire Down Under', 'Restless Breed' und 'Thundersteel' weder in diesem noch im nächsten Jahrtausend toppen werden, sind alle Songs ihres neuen (Konzept-)Albums wahre Ohrwürmer und Paradebeispiele für die hohe Kunst der alten Heavy Rock-Schule. Der Blackmore-artige Gitarrensound von Bandkopf Mark Reale, der melodisch-kraftvolle Gesang von Mike DiMeo und die ununterbrochen treibende Schlagzeugarbeit von Drum-Maschine Bobby Jarzombek sind die drei Stützpfeiler des RIOT-Sounds, der jedem Achtziger-Fan 'runtergehen müßte wie Bier/Wasser/Apfelschorle/Kaffee/Pussy Juice (Unzutreffendes bitte streichen). Also, Leute: Wenn ihr geschmackstechnisch unverdorben seid und noch wißt, wie Gitarren klingen müssen (nämlich weder so, als würde 'ne Kopfsocke zwischen den Saiten klemmen, noch 'runtergestimmt bis in die Hölle), dann werdet ihr mir recht geben: Diese Scheibe ist ein Hammer.

Autor:
Götz Kühnemund
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