Review

Reviews 8.5
Death Metal Speed Metal

REVOCATION

Netherheaven

Label: Metal Blade/Sony
Dauer: 44:45
Erscheinungsdatum: 09.09.22
Ausgabe: RH 423

David Davidson ist ein Meister seines Fachs. Der Gitarrist der Bostoner Progressive-Death/Thrasher REVOCATION schüttelt sich auch auf dem achten Longplayer geilste Riffs und Soli aus dem Ärmel, die stets die richtige Balance aus Eingängigkeit und Komplexität finden. Wie er es schafft, live dazu auch noch zu singen, ist nicht nur dem Rezensenten ein Rätsel, denn die Songs auf „Netherheaven“, das man dem kürzlich verstorbenen The-Black-Dahlia-Murder-Sänger Trevor Strnad gewidmet hat, sind erneut hoch anspruchsvoll. Während ein Album wie „Chaos Of Forms“ eher Thrash-lastig daherkam, schlägt das Pendel auf „Netherheaven“ deutlicher in Richtung Death Metal aus. Das mag auch dem Konzept des Albums geschuldet sein, das sich mit dem Thema „Hölle“ beschäftigt und einen satanischen, diabolischen Anstrich verpasst bekommen hat. Songs wie die erste Videoauskopplung ´Diabolical Majesty´ oder das gnadenlose Todesblei-Massaker ´Re-Crucified´ (mit Gast-Vocals von George „Corspegrinder“ Fisher und Trevor Strnad) sind präzise runtergeknüppelte Death-Metal-Gourmethappen, die den Hörer mit den Ohren schlackern lassen. Dazwischen gibt´s akrobatisch anmutende Nummern wie ´Lessons In Occult Theft´ oder das geniale Instrumental ´The 9th Chasm´, die die Ausnahmestellung von REVOCATION dokumentieren. Hammer-Band, die ihr Pulver noch lange nicht verschossen hat.

Autor:
Patrick Schmidt

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