Review

Reviews 8.5
Heavy Metal Progressive

QUEENSRYCHE

Digital Noise Alliance

Label: Century Media/Sony
Dauer: 60:21
Erscheinungsdatum: 07.10.22
Ausgabe: RH 424

Dass QUEENSRYCHE seit dem Einstieg von Ex-Crimson-Glory-Shouter Todd La Torre, der Originalsänger Geoff Tate 2012 ersetzte, wieder wie eine gut geölte Maschine laufen, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Sowohl „Queensryche“ (2013), der Erstling nach dem Neustart, als auch die Nachfolger „Condition Hüman“ (2015) und „The Verdict“ (2019) waren gute bis sehr gute Platten; die Band konzentrierte sich primär darauf, wirklich gelungenen „Fanservice“ zu liefern. Und warum auch nicht? Wenn man als langjähriger Fan von QUEENSRYCHEs Großtaten schwärmt, meint man schließlich in erster Linie „Operation: Mindcrime“, „Empire“, „The Warning“ oder auch „Rage For Order“, also die Alben aus den Achtzigern und frühen Neunzigern, und nicht etwa die mal mehr und mal weniger geglückten Experimente, die ab „Promised Land“ folgten. Dass der Fünfer auch für „Digital Noise Alliance“ auf das klassische QUEENSRYCHE-Rezept (melodischer US-Metal mit Prog-Einschlag, große Hymnen mit noch größeren Refrains und ganz, ganz viel Gefühl in der Stimme) setzt, ist also wenig verwunderlich, und ehrlich gesagt ist man als Hörer auch ein wenig froh darüber. Es heißt schließlich nicht umsonst: Schuster, bleib´ bei deinen Leisten.

Autor:
Jens Peters

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