Review

Reviews 8.5

PSYCHOPRISM

Creation

Ausgabe: RH 352

Pure Steel/Soulfood (59:10)
Zwei Jahre nach ihrer vielversprechenden „Bloodlines“-EP legen PSYCHOPRISM passend nach und haben in „Creation“ eine mitreißende Platte geschaffen. Die New Yorker Kapelle spielt Power Metal mit deutlichem Shred-Faktor, für den Ex-Operatika-Gitarrist Bill Visser zuständig ist. Für das solide Gerüst sorgt der ehemalige Gothic-Knights- und Cypher-Seer-Drummer Kevin Myers. Alles harmoniert sehr gut mit dem Gesang von Jess Rittgers, der an den frühen Geoff Tate erinnert. „Creation“ klingt soundtechnisch zeitgemäß, jedoch nie trendy oder schleimig, was daran liegt, dass die Stücke fest im traditionellen Metal verwurzelt sind. Daher haben der Titelsong, ´Chronos´ oder ´The Acclaimed´ einen deutlichen Hitfaktor und zugleich Langzeiteffekt. Souveräner Start einer zukunftsträchtigen Kapelle!

3 Fragen an PSYCHOPRISM-Gitarrist Bill Visser:

Bill, warum hast du deine vorhergehende Band, die Symphonic-Metaller Operatika, verlassen, und wie kam´s zur Gründung von PSYCHOPRISM?

»Nach der ersten Operatika-CD „The Calling“ von 2008 schrieb ich neue Songs. Ich wollte dabei in eine härtere Richtung gehen, doch die restliche Band wollte einen kommerzielleren Sound, worauf ich absolut keinen Bock hatte. Daher haben wir gemeinsam beschlossen, einen Schlussstrich zu ziehen. Ich habe dann begonnen, Musiker für einen Neustart zu suchen. Ich entdeckte die Anzeige von unserem Sänger Jess Rittgers, und so erwachten PSYCHOPRISM zum Leben.«

Drei der Songs auf dem Album stammen von eurer „Bloodlines“-EP von 2014. Habt ihr an ihnen etwas geändert? Unterscheiden sie sich von den anderen Songs?

»Es sind die gleichen Stücke, die wir allerdings remastert haben, um sie dem restlichen Material in Klangfarbe und Lautstärke anzupassen. Ja, die neuen Songs unterscheiden sich meines Erachtens sehr wohl, denn sie sind härter ausgefallen und von der instrumentalen Seite her noch technischer. Wir haben noch mehr am Arrangement gebastelt, um die Keyboards und den Gesang einzubinden. Außerdem habe ich verstärkt die siebensaitige Gitarre eingesetzt, was unser Klangspektrum erweitert. Wir haben alles in die Songs reingesteckt, was wir konnten - und dann noch etwas mehr dazugegeben.«

Was sind eure Hoffnungen und Pläne für PSYCHOPRISM?

»Wir wollen „Creation“ so gut wie möglich promoten und würden auch gerne touren. Wir hoffen sehr, dass wir in Europa spielen können. Wir wissen, dass das Publikum bei euch großartig ist, und wir können es nicht abwarten, unsere spezielle Metall-Legierung zu präsentieren. Außerdem ist ein Video in Planung, zugleich habe ich schon etwa 60 Prozent des Materials für die nächste Platte geschrieben. Wir geben also weiterhin Gas und hoffen, dass die Leute mögen, was wir tun, so dass wir damit weitermachen können. Ich liebe es nämlich zu spielen und hoffe, dass ich andere inspirieren kann, das Gleiche zu tun.« (sg)

Autor:
Stefan Glas
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