Review

Reviews 8.5
Speed Metal

PROTECTOR

Excessive Outburst Of Depravity

Label: High Roller/Soulfood
Dauer: 47:31
Erscheinungsdatum: 01.07.22
Ausgabe: RH 421

Seit der Wiederbelebung von PROTECTOR im Jahre 2011 ist Martin Missy immer besser geworden, und man hört von Album zu Album eine Weiterentwicklung. Der seit vielen Jahren in Stockholm lebende Sänger hält die Fahne des Old-School-Thrash-Metal mit eiserner Hand hoch und hat in seinen drei schwedischen Mitstreitern Leute gefunden, die den Sound und Spirit von PROTECTOR verstanden haben. „Excessive Outburst Of Depravity“ überzeugt mit starken Songs, die meist mit richtig geilen Riffs nach vorne peitschen, dabei aber viele Details offenbaren. Die Gitarristen sind keine reinen Riff-Maschinen, sondern flechten immer wieder markante Harmonien und Soli ein, Drummer Carl-Gustav arbeitet mit vielen Fills und bringt enorme Dynamik ins Spiel, was Missy das Feld für seine fiesen Vocals bereitet. Die ersten drei Songs sind mit das Beste, was ich je von PROTECTOR gehört habe. Geilster Old-School-Thrash mit teutonischer Note, zeitgerecht produziert (Robert Pehrsson und Patrick W. Engel haben ganze Arbeit geleistet), niemals modrig oder verstaubt klingend, sondern bissig, ambitioniert und voller Geist und Energie. Wem beispielsweise die neue Kreator einen Ticken zu modern erscheint, wird bei „Excessive Outburst Of Depravity“ auf jeden Fall sein Thrasher-Glück finden.

Autor:
Patrick Schmidt

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