Review

Reviews 5.0

PRONG

Scorpio Rising

Ausgabe: RH 194

(49:54)

Über alte Glanztaten wie "Prove You Wrong", "Cleansing" und "Rude Awakening" muss man nicht philosophieren. Diese Scheiben waren Lehrstunden des modernen, knackigen Riff-meets-Sample-Metal. "Scorpio Rising", das erste Studioalbum nach der Reunion, reicht allerdings nicht mal ansatzweise an Hits wie ´Snap Your Fingers, Snap Your Neck´ oder ´Rude Awakening´ heran. Zuerst schockt die kraftlose Produktion. PRONG klingen anno 2003 wie eine saftlose Thrashband im Demostadium, die einerseits keine Kohle fürs Studio hatte und der andererseits die nötigen Eier zur musikalischen Durchschlagskraft fehlen. Zu diesem Dilemma gesellen sich songschreiberische Mängel, die man Tommy Victor (den irgendwie alle für ein Genie hielten) überhaupt nicht zugetraut hätte. Flache, langweilige Midtempo-Exkurse mit Prollfaktor - es tut weh, so etwas schreiben zu müssen. Aber es ist nun mal so, dass dem Hörer bei Nummern wie ´Detached´, ´All Knowing Force´ oder ´Assurances´ die Füße einschlafen.

Nur ein paar Mal schafft es der Rückkehrer, die Treffsicherheit und Euphorie früherer Powergranaten zumindest ansatzweise zu erreichen. Dies sind die Stücke ´Embrace The Depth´, ´Avoid Promises´, ´Out Of This Realm´ und mit etwas gutem Willen die von ´Snap Your Fingers´ komplett übernommene Nummer ´Entrance Of The Eclipse´. Viel zu wenig für eine Legende - und somit ist "Scorpio Rising" die bisherige Enttäuschung des Jahres.

Autor:
Wolf-Rüdiger Mühlmann

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