Review

Reviews 8.5
Classic Rock

PRISTINE

Road Back To Ruin

Label: Nuclear Blast/Warner
Dauer: 45:02
Ausgabe: RH 384

Die famosesten Classic-RockerInnen der letzten Jahre liefern zum dritten Mal hintereinander völlig arthrosefreien Retro-Sound der Sonderklasse ab. Led Zeppelin sind immer noch die erste Referenz, vor allem die mittleren und späten Scheiben, aber die Norweger kopieren nie, bedienen sich eher wie die Zeppeline aus den unterschiedlichsten Stilschubladen. Auf den mit feistem Orgelgebrumm aufgemotzten Uptempo-Opener ´Sinnerman´ folgt mit ´Road Back To Ruin´ ein tonnenschwerer Groover, der plötzlich in fast schon motörheadiges Geknatter umschlägt, bevor Bandchefin Heidi Solheim im soulig-sumpfigen ´Bluebird´ jeden männlichen Mikrokonkurrenten fäulnisblass aussehen lässt und wenig später in der Gänsehaut-Ballade ´Aurora Skies´ wie eine Mischung aus Amy Winehouse und Annie Haslam Zauberglanz verströmt. Heidis Vocals sind mal wieder Weltklasse, die stets songdienlichen, mit einem unwiderstehlichen, sehr organischen Drive rausgedonnerten Zungenschnalzer ihrer Jungs (fast alles wurde im erste Take live aufgenommen) aber beinahe genauso beeindruckend. Auch in der zweiten Hälfte des Albums warten mit den breitbeinigen Hits ´Pioneer´ und ´The Sober´, dem hypnotischen Epos ´Blind Spot´ und der federleichten Country-Folk-Nummer ´Your Song´ noch mehrere Hochkaräter auf Menschen, die beseelte, handgemachte Rockmusik mit viel Seventies-Flair und wenig Nostalgie-Patina lieben.

Autor:
Michael Rensen
AMAZON EMPFEHLUNG

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen.