Review

Reviews 8.5

PRETTY MAIDS

First Cuts... And Then Some

Ausgabe: RH 152

Es gibt CDs, die man dringend braucht, keine Frage. Der Re-Release der PRETTY MAIDS-Debüt-EP - 1983 vom unsäglichen Briten-Indie Bullet Records erstmals aufgelegt - war überfällig. Die wirklich großen Bands der Musikhistorie haben ihre Talente fast ausnahmslos bereits auf ihren Erstwerken als blutjunge Nachwuchsmusiker ausgespielt - egal ob sie nun Maiden, Leppard, Raven, Metallica oder Metal Church heißen. In diese Kategorie gehören zweifellos auch die PRETTY MAIDS. Ohne Melody-Kracher wie 'Fantasy' oder das legendäre 'Children Of Tomorrow' ist die dänische Schublade in eurer Sammlung definitiv unvollständig. Diese Lücke wäre hiermit also geschlossen. Kluft Nummer zwei für Die-hard-Fans (passend zum gräßlichen Weihnachtsgeschäftsfieber der Labels): die beiden Tracks der 1990 erschienenen Christmas-EP "In Santa's Claws". Wer - im Gegensatz zum Atheisten-Haufen im Rock Hard-Office - zum Christfest tatsächlich noch Kerzen auf Tannenzapfen pfropft, sollte sich das Titelstück und das von Purple-Fronter Ian Gillan co-eingesungene 'Merry Jingle' nicht entgehen lassen. Müßt ihr beim trauten Beisammensein der Familie unbedingt mal schön laut ausprobieren. Da mosht sogar die Ur-Oma mit hochgereckter Metal-Faust um die Lametta-Fichte, bis der Arzt kommt. Jaha! 100 Prozent PRETTY MAIDS, die sich prima zwischen den beiden Alben des Savatage-Side-Projects TSO und dem berühmt-berüchtigten "X-Mas Metal Massacre" machen. Wie, ihr kennt Sabina Classens Röchel-Growl-Version von 'Leise rieselt der Schnee' noch nicht? Oder Rage-Peavys Hyperspeed-Fistelvariante von 'Einmal werden wir noch wach'? Dann aber hurtig in den nächsten Second Hand-Laden! Liegt immer noch flächendeckend aus, das Zeug. Jüp! Wo war ich stehengeblieben? Ach ja: Abgerundet wird der Maids-Sampler von drei Nummern des gottgleichen '95er Doppel-Live-Albums "Screamin' Live" und dem Slade-Cover 'Far Far Away', von den Copyshop-Künstlern Ken, Ronnie & Co. KG wie gewohnt fürstlich umgesetzt. Und da wir seit Götzls Zensur-Reform unter Wiederveröffentlichungen Noten setzen dürfen, gibt's an dieser Stelle trotz der etwas kruden Zusammenstellung für "First Cuts... And Then Some" 'ne saftige Achtkommafünf. Frohes Fest!

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