Review

Reviews 9.5
Heavy Metal

PORTRAIT

At One With None

Label: Metal Blade/Sony
Dauer: 63:54
Erscheinungsdatum: 03.09.21
Ausgabe: RH 411

Dieses Coverartwork! Dieser Opener! Diese Gitarrenläufe! Diese Stimme! PORTRAIT bringen mit „At One With None“ erneut ein Kunststück fertig, das heutzutage leider nur noch verdammt wenigen Gruppen gelingt (Atlantean Kodex etwa, Year Of The Goat ebenfalls und mit Sicherheit auch Ghost - die allesamt musikalisch allerdings völlig anders gelagert sind...): Sie erzeugen vom ersten Ton an ein Gänsehaut-Feeling, das man über die gesamte einstündige Lauflänge nicht wieder los wird. Dass die Schweden einen harten Mercyful-Fate-Einschlag haben, dürfte jedem bekannt sein, der sich schon mal mit der Band beschäftigt hat, und die Maiden- und Priest-Einflüsse, die auf den letzten Longplayern mal mehr und mal weniger durchschimmerten, hat man inzwischen perfekt ins eigene Soundgefüge integriert. Das soll nun freilich im Umkehrschluss nicht heißen, dass PORTRAIT sich auf einmal in irgendeiner Form am „Mainstream“ anbiedern würden - ganz im Gegenteil, um den vollen Detailreichtum der acht Songs zu erfassen, braucht es (wie schon bei den Vorgängern) mehrere konzentrierte Hördurchläufe. Kein Problem, denn nichts fällt leichter, als die Platte nach dem Mega-Finale ´The Gallow´s Crossing´ wieder auf die A-Seite zu drehen. Oder um es in einem Satz auf den Punkt zu bringen: Wenn man sich als Metal-Fan in diesem Monat nur eine einzige neue Scheibe ins Regal stellen möchte, dann sollte es definitiv „At One With None“ sein.

Autor:
Jens Peters
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