Review

Reviews 6.5

PERSUADER

Evolution Purgatory

Ausgabe: RH 201

(46:59)

Es gibt doch noch Hoffnung für den Power Metal! Beim Zweitwerk der Schweden PERSUADER gelten Härte und Straightness statt Kitsch und Bombast. Thrashige Gitarrenriffs treffen auf doppelläufige Leads und Harmonien. Verhaltene Keyboards tragen eher zur Atmosphäre bei, als diese zuzukleistern. Die vier- bis fünfminütigen Songs galoppeln vorwiegend im Midtempo-Bereich, versetzt mit gelegentlichen Breaks und Tempowechseln. Trotz der Blind-Guardian-Attitüde des Sängers Jens Carlsson geht es hier wesentlich härter zur Sache, denn der skandinavische Background der Truppe wirkt sich scheinbar positiv aus. Neben Black-Metal-Einflüssen (z.B. den Enslaved-artigen Chören bei ´Sanity Soiled´) und Thrash-Metal-Riffstrukturen tun die vereinzelt Roy-Z-mäßig tief gestimmten Gitarren (´Godfather´) ihr Übriges, einem dieses Scheibchen halbwegs schmackhaft zu machen. Songschreiberisch sicherlich kein Überflieger; dennoch bietet das Album bodenständige Metalkost, die von Piet Sielck (Iron Savior) tight und angenehm rau produziert wurde.

Anspieltipps: ´Strike Down´, ´Sanity Soiled´ und das epische ´Passion/Pain´.

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